Liveticker Iran-Krieg – USA drängen China zu Rolle im Iran-Krieg – Hormus-Spannungen nehmen zu

14.05.2026 11:45 Uhr
11:45 Uhr
Saudi-Kampfjets greifen Milizen in Irak während des Iran-Kriegs an
Wie mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen Reuters mitteilten, haben saudi-arabische Kampfjets während des Iran-Kriegs Stellungen von Milizen im Irak angegriffen. Zudem wurden von Kuwait aus Vergeltungsangriffe auf den Irak gestartet.
Diese Angriffe sind Teil eines breiteren Musters militärischer Reaktionen im Golfraum, die während des den gesamten Nahen Osten erfassenden Krieges weitgehend unerkannt blieben, seit gemeinsame israelisch-US-amerikanische Angriffe auf Iran am 28. Februar begonnen hatten.
Die saudischen Angriffe wurden von Kampfflugzeugen der landeseigenen Luftwaffe auf Ziele von mit Teheran verbundenen Milizen nahe der Nordgrenze des Königreichs zum Irak durchgeführt. Der westliche Beamte sagt, dass sich einige der Angriffe zeitlich mit dem Beginn des US-Iran-Waffenstillstands Anfang April überschnitten hätten.
Ziele seien Einrichtungen gewesen, von denen Drohnen- und Raketenangriffe auf Saudi-Arabien und andere Golfstaaten gestartet worden seien, so die Quellen.
Am Dienstag berichtete Reuters, dass Saudi-Arabien während des Krieges als Reaktion auf Angriffe auf das Königreich direkte Angriffe auf Iran durchgeführt habe. Es sei das erste bekannte Mal, dass Riad iranisches Territorium getroffen habe. Die Vereinigten Arabischen Emirate sollen ebenfalls ähnliche Angriffe auf Iran durchgeführt haben.
10:50 Uhr
USA drängen China zu Rolle im Iran-Krieg – Hormus-Spannungen nehmen zu
US-Präsident Donald Trump will bei seinen Gesprächen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking offenbar erreichen, dass China hilft, den kostspieligen und international umstrittenen Krieg mit Iran zu beenden. Die diplomatischen Bemühungen stecken jedoch fest, und Analysten halten es für unwahrscheinlich, dass China die von Washington gewünschte Unterstützung leistet.
Der Krieg der USA und Israels gegen Iran überschattet Trumps Besuch in China, dem ersten eines US-Präsidenten seit 2017. Der Krieg hat Tausende Todesopfer gefordert, geopolitische Allianzen im Nahen Osten verändert und weltweit die Preise für Öl und andere Rohstoffe in die Höhe getrieben.
Washington fordert von Teheran unter anderem den Abbruch seines Atomprogramms sowie die Beendigung seiner Kontrolle über die Straße von Hormus, eine zentrale Schifffahrtsroute für etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gastransports vor Kriegsbeginn. Iran wiederum verlangt unter anderem Entschädigungen, ein Ende der Blockaden und ein vollständiges Kriegsende, einschließlich der Kämpfe in Libanon. Trump bezeichnete diese Forderungen als "Unsinn".
Die US-Regierung versucht nun, China – das enge Beziehungen zu Iran unterhält und iranisches Öl kauft – zu einer aktiveren Rolle bei der Eindämmung des Konflikts zu bewegen. Gleichzeitig warnt Washington, dass jede Unterstützung Irans negative Folgen für die bilateralen Beziehungen hätte.
Parallel dazu bleibt die Lage in der Straße von Hormus angespannt, durch die weiterhin Tanker fahren, darunter auch chinesische und japanisch betriebene Schiffe, was die strategische Bedeutung der Region unterstreicht.
Die US-Regierung teilte am Dienstag mit, dass sich hochrangige Vertreter der USA und Chinas bereits im vergangenen Monat darauf geeinigt hätten, dass kein Land Gebühren für den Verkehr durch die Region erheben sollte, wie Iran es angedroht hatte. China widersprach dieser Darstellung nicht.
Am Mittwoch passierte ein chinesischer Öltanker mit zwei Millionen Barrel irakischem Rohöl die Straße von Hormus. Laut Schiffsverfolgungsdaten war dies die dritte bekannte Durchfahrt eines chinesischen Tankers durch diese Meerenge seit Beginn des Krieges.
Andere Länder prüfen zudem Schifffahrtsarrangements, ähnlich den Vereinbarungen Teherans mit Irak und Pakistan. Laut Reuters-Quellen könnte dies den Einfluss Irans auf die Wasserstraße weiter verfestigen, durch die Düngemittel, Petrochemikalien und andere Massengüter für globale Lieferketten transportiert werden.
13.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zum Iran-Krieg und werden die Berichterstattung am frühen Donnerstagmorgen fortsetzen. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Fünf Angehörige einer Familie unter neun Opfern israelischer Angriffe im Südlibanon
Fünf Angehörige einer Familie sind am Mittwoch in der Stadt Arab Salim im Bezirk Nabatäa im Südlibanon ums Leben gekommen, wie Al Jazeera unter Berufung auf die Nachrichtenagentur NNA berichtet.
Ihab Farhat, seine Frau Hanan Ziour sowie ihre Kinder Hassan, Zeinab und Batoul Youssef Farhat seien getötet worden, nachdem ein israelisches Kampfflugzeug ihr Haus angegriffen habe.
Bei einem weiteren Angriff auf die Stadt al-Numairiya, ebenfalls in der Region Nabatäa, wurden am Mittwoch vier Menschen getötet. Amina Hashem und ihre Schwester Maryam Hashem sowie Saadallah Qubaisi und seine Frau Maryam kamen bei dem Angriff ums Leben, so der Bericht.
21:50 Uhr
Vance: USA machen Fortschritte bei Iran-Gesprächen
US-Vizepräsident JD Vance ist der Ansicht, dass bei den Verhandlungen mit Iran Fortschritte erzielt werden, nachdem Trump den jüngsten Vorschlag Teherans als inakzeptabel zurückgewiesen hatte.
"Ich glaube, dass wir Fortschritte machen. Die grundlegende Frage ist: Machen wir genug Fortschritte, um die rote Linie des Präsidenten einzuhalten?", sagte Vance am Mittwoch gegenüber Reportern im Weißen Haus.
"Und die rote Linie ist ganz einfach. Er muss sich sicher sein können, dass wir eine Reihe von Schutzmaßnahmen ergreifen, damit Iran niemals über Atomwaffen verfügen wird."
21:47 Uhr
Trump und Xi beraten über Hormus-Krise und globale Sicherheit
Während Russlands Außenminister Sergei Lawrow an einem BRICS-Treffen in Neu-Delhi teilnimmt, ist US-Präsident Donald Trump zu einem Staatsbesuch in Peking eingetroffen. Begleitet wird Trump von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation, darunter Elon Musk.
Im Mittelpunkt der Gespräche mit Xi Jinping stehen neben den bilateralen Beziehungen auch die Spannungen im Nahen Osten und die Sicherheit der Straße von Hormus. Der Asien-Analyst Ross Feingold erklärte, beide Seiten wollten vor allem ein positives Bild ihrer Beziehungen vermitteln und eine offene Konfrontation vermeiden.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 13. Mai 2026]
21:40 Uhr
20 bis 30 Millionen bei bevorstehender Bestattung von Ali Chamenei erwartet

Demonstranten versammeln sich am 13. Mai 2026 bei einer Kundgebung in Iran zur Unterstützung der Regierung und gegen die US-amerikanischen und israelischen Angriffe. Einige tragen Porträts des getöteten Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei.Urheberrechtlich geschützt Die iranische Regierung rechnet damit, dass zwischen 20 und 30 Millionen Menschen an der Beisetzung von Ajatollah Ali Chamenei teilnehmen werden. Angesichts der Popularität des Rahbar (Oberster Führer) in der schiitischen Welt seien diese Zahlen laut Experten "durchaus glaubwürdig".
Eine gut organisierte Beisetzung werde die Position der iranischen Behörden und des neuen Obersten Führers stärken und zeigen, dass das Volk das bestehende politische System weiterhin unterstütze – trotz der Propaganda der USA und Israels, wonach niemand in Iran dieses System unterstütze und dort alle "unter der Knarre" stünden, kommentiert der russische Militärexperte Boris Roshin am Mittwochabend die Ankündigung auf seinem Telegram-Kanal Colonelcassad. Zugleich sei jedoch auch mit Störversuchen und Terroranschlägen auf die Trauernden zu rechnen, so der Experte.
Der damals 86-jährige Ali Chamenei wurde am 28. Februar 2026 während der ersten Angriffswelle der USA und Israels in seiner Residenz in Teheran getötet. Dabei kamen auch Familienmitglieder und weitere iranische Offizielle ums Leben. Seine Bestattung sollte ursprünglich Anfang März in Teheran und Maschhad stattfinden, wurde jedoch wegen der Kriegsereignisse und der offenkundigen Bereitschaft der beiden Aggressorstaaten, auch Zivilisten anzugreifen, mehrmals offiziell verschoben. Sie hat offenbar bis heute nicht stattgefunden. Ein offizielles Datum wurde bislang nicht bekannt gegeben.
21:03 Uhr
Stellvertretender Vorsitzender des iranischen Sicherheitsrats: Russland ist Sicherheitsgarant bei Verhandlungen mit USA

Der stellvertretende Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans, Ali Bagheri, und der stellvertretende Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Alexander Wenediktow, vor ihrem Treffen am 13.05.2026 in Bischkek, Kirgisistan.Alexej Nikolskij / RIA Nowosti / Sputnik Russlands "kluge Haltung" beim Veto gegen den Resolutionsentwurf der USA im UN-Sicherheitsrat zeige, dass Moskau als Garant für Sicherheit auftrete, erklärte der stellvertretende Vorsitzende des iranischen Sicherheitsrats, Ali Bagheri, bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Alexander Wenediktow.
Bagheri leitet die iranische Delegation beim Treffen der Sekretäre der Sicherheitsräte der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in der Hauptstadt Kirgisistans, Bischkek. Das Gespräch fand am Rande des 21. Treffens der Sekretäre der SOZ-Sicherheitsräte statt.
"In diesem Zusammenhang stellen wir fest, dass die kluge Haltung Ihres Landes bei der Ablehnung des Resolutionsentwurfs [der USA im UN-Sicherheitsrat – Anm. d. Red.], der darauf abzielte, Instabilität zu fördern, zeigt, dass Russland als Garant für Sicherheit auftritt", betonte Bagheri.
Iran gehe davon aus, dass die strategische Vision Russlands darauf hinausläuft, den USA nicht zu gestatten, den UN-Sicherheitsrat zur Legitimierung ihrer aggressiven Handlungen zu nutzen, sagte er. Jedes Abenteuer der USA im UN-Sicherheitsrat wird auf eine kluge Gegenreaktion Russlands stoßen.
20:50 Uhr
Treffen von Vertretern der Sicherheitsräte Irans und Russlands
Russland ist bestrebt, eng mit Iran zusammenzuarbeiten, um Wege für eine friedliche Lösung der Krise im Nahen Osten zu finden, erklärte der stellvertretende Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Alexander Wenediktow, bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des iranischen Sicherheitsrats, Ali Bagheri.
Bagheri leitet die iranische Delegation beim Treffen der Sekretäre der Sicherheitsräte der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ). Das Gespräch fand am Rande des 21. Treffens der Sekretäre der SOZ-Sicherheitsräte im kirgisischen Bischkek statt.
"Ich freue mich über dieses Treffen, und wir stellen fest, dass die außenpolitische Koordination zwischen unseren Ländern unter den derzeitigen schwierigen Bedingungen auf hohem Niveau stattfindet. Wir pflegen einen regelmäßigen Dialog auf höchster und hoher Ebene [...] Wir bekunden unser Beileid angesichts des unersetzlichen Verlusts iranischer Staatsmänner und Militärführer, die den Interessen ihres Landes und ihres Volkes treu gedient haben, durch die Angriffe Washingtons und Tel Avivs", sagte Wenediktow.
Er betonte, dass Russland die Aggression gegen Iran entschieden verurteilt.
20:27 Uhr
Iranischer Beamter: USA forderten in Islamabad Hormus-Öffnung und Uran-Herausgabe
Mahmud Nabavian, Mitglied des iranischen Verhandlungsteams, sagt, die USA hätten bei den Gesprächen in Islamabad zwei Hauptforderungen gestellt: die vollständige Öffnung der Straße von Hormus und die Herausgabe des gesamten, auf 60 Prozent angereicherten iranischen Urans.
In Kommentaren, die von der Nachrichtenagentur ISNA veröffentlicht wurden, führte Nabavian aus, der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf habe den USA während der Verhandlungen erklärt, dass sie zwar die Fähigkeit hätten, die iranische Infrastruktur anzugreifen, Iran jedoch auch "die gesamte Infrastruktur in der Region in weniger als einem halben Tag dem Erdboden gleichmachen" könne. Zudem hätten die amerikanischen Unterhändler angedeutet, eingefrorene Vermögenswerte in Höhe von 6 Milliarden US-Dollar freizugeben, wenn Iran den US-Forderungen nachkomme.
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