
US-Außenministerium spricht weltweite Reisewarnung aus

Das Außenministerium der Vereinigten Staaten hat am Samstagabend mitteleuropäischer Zeit seine Reisewarnungen verschärft – und das weltweit. Die Reisewarnung, die man unter anderem auf der Plattform X einsehen kann, spricht angesichts "erhöhter Spannungen im Nahen Osten" von einer "komplexen Sicherheitslage". Die Meldung erwähnt explizit die Möglichkeit einer "unvorhergesehenen Eskalation".

Anschließend wendet sich das US-Außenministerium direkt an seine Staatsangehörigen, die sich in nahöstlichen Ländern aufhalten. US-Bürger in der betreffenden Region sollten weiterhin Vorsicht walten lassen und sich in den Medien über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Weltweit und insbesondere im Nahen Osten rät das Außenministerium US-Bürgern zu erhöhter Vorsicht und zur Beachtung der Sicherheitswarnungen der jeweiligen US-Botschaft.
Konkret wies das U.S. State Department auf das Risiko hin, dass Flugausfälle und zeitweise Sperrungen des Luftraums "zu Reisebeeinträchtigungen führen" könnten. Zuletzt war es zu Beginn des US-israelischen Angriffskrieges auf Iran zu einer Einstellung des Flugverkehrs im Krisengebiet gekommen (RT DE berichtete).
Des Weiteren erwähnte das US-Ministerium, dass es bereits zu Angriffen auf diplomatische Vertretungen der Vereinigten Staaten gekommen sei, und das auch außerhalb des Nahen Ostens. Offenbar rechnet man mit der Möglichkeit weiterer solcher Angriffe. Die Reisewarnung nennt ausdrücklich Gruppen von Iran-Unterstützern als mögliche Akteure, die sich gegen "US-Interessen im Ausland" oder Orte, die mit den USA und ihren Bürgern in Verbindung gebracht würden, wenden könnten.
Die Lage im Vorderen Orient hat sich nach einer zeitweiligen Waffenruhe wieder verschärft, als es erneut zu gegenseitigen Angriffen der Konfliktparteien USA und Iran gekommen war. Nachdem zuerst die US-amerikanische Seite das erst am 18. Juni unterzeichnete Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges für obsolet erklärt hatte, verkündete auch Teheran am Samstag, man fühle sich an die Vereinbarung nicht mehr gebunden. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, gegen die Regeln des Abkommens verstoßen zu haben.
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